Welcher Stamm (Tribe) ist der richtige für mich?

October 24, 2018

Von Caspian:

Brudvir: isoliert, solidarisch, eng verbunden

Die Brudvir sind eigentlich immer der Stamm, der am nördlichsten lebt. Sie haben so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt, bis auf einige wenige Kontakte zu den Hrothi und manchmal auch den Neran. Wenn du die Brudvir spielst, kannst du davon ausgehen deine Fähigkeiten alleine oder mit einer kleinen Gruppe von Freunde erlernen zu müssen. Du solltest sie aber nicht spielen, wenn du davon träumst eine riesige Siedlung mit hunderten oder tausenden Einwohnern zu errichten.
Natürlich können sie auch lernen die Meere zu bereisen oder mit Holz zu arbeiten. Sie sind zudem ein hervorragender Scharmützler Stamm, sowohl an Land als auch auf See. Wenn es dir nichts ausmacht in die kühlen südlichen Gebiete zu gehen sind sie auch tolle Kopfgeldjäger.

Dras: Akzeptanz und Schönheit

Die Dras sind womöglich der am häufigsten falsch dargestellte Stamm. Vom äußerlichen her werden sie häufig als schaurig, hässlich und abgemagert gesehen. Selbst die “gesund” aussehenden unter ihnen verblassen im Vergleich mit den Neran oder To’resk. Aber die Dras setzen alles daran die Schönheit in nicht sichtbaren Dingen zu finden. Sie finden sie beispielsweise im Gesang, in der Einfachheit der Dinge, in der Bemühung etwas zu erreichen, im Mut und der Beharrlichkeit.

Die Dras sind der Inbegriff des Sprichwortes “Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus”. Obwohl sie immer schikaniert werden und verstoßen wurden bestehen sie darauf in allem das Gute zu sehen. Sie verstehen die Welt und das Leben besser als jeder andere. Sie sehen sich nicht im Nachteil, sondern überlegen sich Wege und Möglichkeiten jede Herausforderung zu meistern.

Auch wenn äußerliche Schönheit nicht das ist wonach sie streben, sind sie sehr erfinderisch was Material angeht. Auch sie sind in der Lage Werkzeuge und schöne Kunst zu kreieren.

Durch ihre früheren Kontakte zu den To’resk und den Janoa gehören sie zu den besten Lesern. Sie werden oft von anderen Stämmen als Schiedsrichter oder Berater hinzugezogen. Sie sind klug, ruhig, gefasst und normalerweise das komplette Gegenteil eines hitzigen Gemüts.

Du solltest die Dras spielen, wenn dir die normalen Schönheitsideale nicht wichtig sind, du einen Gefallen an Rollenspiel findest und du die Missgunst der anderen überwinden möchtest.
Falls du nach einem kämpferischen Stamm suchst sind die Dras nicht deine beste Option.

Hrothi: Ziel und Ordnung

Die Hrothi sind ein organisierter Stamm mit einem eigenen Kastensystem und sozialer Hierarchie. Sie achten das Alter und Weisheit und die Schönheit der Unendlichkeit. Du solltest die Hrothi spielen, wenn du mit einer gut organisierten Gruppe spielen möchtest, die fokussiert ihren Aufgaben nachgeht. Sie nehmen ihre Rolle als “Schild der Tugend” sehr ernst, auch wenn sie nicht ganz genau wissen warum, so solltest du dich auf eine nicht geringen Menge RP einstellen. Vor allem aber sind die Hrothi sehr defensiv und unerschütterlich. Wenn du also einen defensiven, beständigen, treuen Stamm suchst, der meist unter sich bleibt, aber einem Ziel nach strebt, bist du hier richtig.

Im Gegensatz zu den Brudvir geben die Hrothi schreckliche Scharmützler ab. Sie sind gut an der Front, aber man wird sie immer kommen hören. Wenn du offene Schlachten, graben, Tunnel, Büchereien, das Sammeln von Allem, Wissen, Reichtum, Einfluss, Religion usw magst, sind die Hrothi ein toller Stamm für dich.

Janoa: Mut und Stärke

Den Janoa sind die Jagd und körperliche Tüchtigkeit wichtiger als alles andere. Sie entwickeln sich nur weiter, um sich in die beste kriegerische Version ihrer selbst zu verwandeln. Sie wollen die Erleuchtung durch Kämpfe erlangen und kein anderer Stamm ist im Mann gegen Mann Kampf so gefährlich wie die Janoa.
Aber die Janoa schätzen auch Traditionen, Zeremonien und den Status innerhalb ihres Stammes. Oft riskieren sie viel, um ihre Position in der Gruppe zu verstärken. Während sie Traditionen, Zeremonien und Stärke ehren, ist ihnen auf der anderen Seite jeder weitere Aspekt des Lebens egal. Während die Dras alles und jeden akzeptieren sind die Janoa das genaue Gegenteil. Einfacher gesagt, eigene Ziele, Stärke und Ehrgeiz ist von höchster Wichtigkeit.

Spiele die Janoa, wenn du einen starken und schnellen Stamm spielen möchtest. Spiele die Janoa, wenn du eine Miliz, ein Kopfgeldjäger oder ein geschickter Kämpfer sein möchtest.
Spiele die Janoa, wenn du einen Stamm spielen möchtest, der weiß, wie man erobert und seine Ländereien durch militärische Konflikte erweitert.
Spiele die Janoa nicht, wenn du einen sozialen oder intellektuellen Stamm spielen möchtest. Du solltest außerdem keine Janoa spielen, wenn du mit einer großen Zahl anderer Stämme oder Spieler interagieren möchtest. Wie die Brudvir im Norden, sind die Janoa weit südlich gelegen und bleiben unter sich oder kommen höchstens mit den Dras oder To’resk in Kontakt.

Kypiq: Erfinderisch

Sie sagen, dass Notwendigkeit die Mutter der Erfindung ist. Zu niemandem passt das besser als zu den Kypiq. Ihre geringe Größe macht sie zu leichten Zielen für viele andere Stämme oder Tiere, solange sie auf dem Boden sind. So bleiben die Kypiq meist auf den Bäumen während sie in ihrer Gegend sind. Gleichzeitig nutzen sie ihre Erfindungen, um ihre Nachteile auszugleichen. Wenn die Menschheit sich durch das Nutzen von Werkzeugen weiterentwickelt hat, so sind die Kypiq die höchst entwickelten.

Gleichzeitig verlassen sie sich, während sie auf dem Boden sind auf List, Täuschung und Trickserei, um sich selbst gefährlicher aussehen zu lassen oder sich zu tarnen.
Im spielerischen Sinne gesehen, müssen sich die Kypiq mit vielen Schwierigkeiten herumschlagen, die sie aber näher als Stamm zusammenbringen. Sie sind ein Stamm, der aufgrund ihrer andauernden Hindernisse eine freundlichere Gruppe von Spielern anzieht. Ich denke es wird einiges an Rollenspiel geben, um die Hindernisse zu überwinden oder die Ängste loszuwerden, die es mit sich bringt, wenn man so ein leichtes Ziel darstellt. Spiele die Kypiq, wenn du Spaß haben und ein wenig herumbasteln willst und in den Bäumen abhängen möchtest. Du solltest diesen Stamm nicht spielen, wenn du erobern, deine Ländereien erweitern oder kriegerisch dominant sein möchtest.

Neran: Vielfalt

Die Neran sind von allen Stämmen die anpassungsfähigsten und so können sie in allen Regionen leben. Vom Lower Montane Wald in subarktischen, kalten Temperaturen bis zum Weideland und Buschland im subtropischen Bereich.

Die Neran sind die anpassungsfähigsten Bewohner Elyrias, weshalb sie praktisch in jeder temperierten Region zu finden sind. Sie ziehen sich von den bewaldeten Hügeln des Nordens in der sub-arktischen Zone, über die Grasslande bis hin zu den sub-tropischen Gebieten. Sie können von allen Stämmen am meisten, sind aber in nichts perfekt. Spiele die Neran, wenn dir berittene Kämpfe, Tierbändigung und - zucht gefallen, außerdem liegt ihr Fokus auf den verschiedenen Arten des Handwerks. Sie sind die Reiter von Rohan und Dunedain.

Da sind eine Art Tausendsassa sind, passen sie besonders zu weniger ambitionierten Spielern, da es auch weniger RP geben wird. Du solltest die Neran nicht spielen, wenn du nach einer bedeutungsvollen Verflechtung in die Geschichte oder einer starken Stammeskultur suchst. Da die Neran sich überall anpassen, haben sie keine wirklich eigene Identität, die sich besonders hervortut.

Waerd: Gemeinschaft und Verpflichtung

Die Waerd schätzen ihre Gemeinschaft in einer Weise wie es kein anderer Stamm es tut. Sie sehen ihre Stärke in ihrem offenen Verbund, der davon ausgeht, dass jeder die Gesellschaft besser macht. Sie versuchen ihre Utopie zu verwirklichen und gleichzeitig den Willen der Königin zu berücksichtigen.

Vom spielerischen Standpunkt aus sind die Waerd in vielen Dingen geschickt, z.B. intelligent und kriegerisch und wissen wie man an Informationen herankommt. In ihrem Biom füllen sie jede nötige Rolle aus, in den Gebieten der anderen Stämme bieten sie sich als Leiharbeiter, als Informationsvermittler, Spione und selbst als Mörder an. Ihre größte Schwäche ist, dass sie auf dem Schlachtfeld verloren sind. Die Techniken, die man normalerweise mit offenen Kämpfen und Gruppenkämpfen in Verbindung bringt funktionieren für die Waerd nicht auf dem Schlachtfeld.
Daraus resultiert, dass sie auf dem Schlachtfeld weniger effektiv und in größerer Gefahr als die anderen Stämme sind.

Spiele die Waerd, wenn du eine gemeinsam mit anderen Spielern eine ideale und utopische Gemeinschaft aufbauen willst. Wähle die Waerd, wenn du ein Attentäter, Händler, Informationshändler, Spion, etc. sein möchtest.

Spiele die Waerd nicht, wenn du ein Einzelspieler bist, am liebsten den ganzen Tag Quest abarbeiten oder unbedingt an großen Schlachten teilnehmen möchtest.

To'resk: Gesellschaft, Höflichkeit und Komfort

Die To’resk sind quasi die “Neran des Südens”. Trotz ihrer unterschiedlichen Religionen und der Rolle in den Kriegen der Götter, die sie auf verschiedene Wege schickten. Sie arbeiten häufig als Kaufmann, Händler und Makler mit den anderen südlichen Stämmen, genau wie mit denen aus dem Norden. Sie zählen zu den talentiertesten Bewohnern Elyrias in Bezug auf soziale Fähigkeiten und schätzen persönlichen Reichtum besonders viel wert. Da der Handel und Abmachungen einen großen Teil ihrer Kultur ausmachen, genießt Ehrlichkeit und Integrität bei ihnen höchste Anerkennung. Daher gehen sie sehr hart mit Kriminellen ins Gericht und können die Wahrheit erzählen, obwohl sie nicht die ganze Wahrheit preisgeben.

Das ist allerdings noch nicht alles zu den To’resk. Genau wie die Neran haben sie viele Fertigkeiten, aber im Gegensatz zu den Neran, haben die To’resk eine größere Spaltung ihrer Gesellschaft. Auf der einen Seite sind die Aristokraten und Höflinge, auf der anderen Seite die Reisbauern, Fischer und Seefahrer. Diese Kultur bietet allerdings auch etliche Gelegenheiten, innerhalb der Ränge aufzusteigen.

Spiel die To’resk, wenn du viel mit dem Tanz der Dynastien zu tun haben möchtest, in den Rängen aufsteigen und dein eigenes Adelshaus aufbauen möchtest oder als Seefahrer, Händler oder Kaufmann arbeiten willst.

Wähle die To’resk nicht, wenn du auf der suche nach einer stark martialischen oder durch das Militär geprägten Gesellschaft bist, da die To’resk den Stift dem Schwert vorziehen.

Fazit

So Leute, ich muss nun offline. Bitte denkt daran, dass diese Beschreibungen nicht vorher vorbereitet wurden. Außerdem sind das meine persönlichen EInschätzungen und keine offizielle Vorstellung der Stämme. Die anderen Designer können ganz unterschiedliche Ansichten zu ihnen haben, da wir alle unsere eigenen Blickwinkel auf sie richten und voreingenommen sind.

Ich persönlich mag alle Stämme. Es gibt nicht einen, den ich nicht spielen würde, wenn ich einen gewissen Spielstil verfolge.

Wenn ich einen talentierten Charakter im Bereich des Kämpfens suche, würde ich vermutlich einen Brudvir, Neran oder Janoa wählen. Vielleicht einen Mix hieraus.
Suche ich einen diplomatischen Charakter, spiele ich mit einem Waerd oder Dras, je nachdem was ich mir von der Diplomatie verspreche.
Möchte ich persönlichen Reichtum anhäufen, würde ich vermutlich einen To’resk wählen. Falls ich lieber etwas herumbasteln, eng mit anderen Charakteren zusammen spielen oder als “Dieb” spielen möchte, dann wohl eher den Kypiq. Wenn ich doch lieber einen Stamm spielen möchte, der sehr organisiert ist, eine Berufung hat und das Erlernen von Wissen in den Vordergrund stellt - oder einen, der gleich zu Anfang einen großen Part in der 10jährigen Geschichte einnimmt, dann die Hrothi.

(Zur Klarstellung: Ich sage damit nicht, dass die Hrothi irgendwas in Bezug auf die 10jährige Geschichte lostreten, verursachen oder sonstwas. Ich sage damit nur, dass die Hrothi einen großen Part einnehmen, da sie die Schilde der Tugend darstellen.)

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