Der Stamm der Janoa

Die Mitglieder des Janoa-Stammes sind groß und haben eine muskulöse Statur. Ihre Körpergröße beträgt, ähnlich der der Brudvir, in etwa 190cm, dabei wiegen die Janoa aber nur 79-91 kg. Weiterhin entwickelten sie, zurückzuführen auf die evolutionäre Notwendigkeit höhere Äste zu erreichen und sich bequem durch das Unterholz zu bewegen, einen längeren und kraftvolleren Oberkörper als die meisten anderen Stämme. Die Janoa haben in der Regel eine olive- oder bräunliche Haut, die es ihnen ermöglicht, sich besser mit der umliegenden Flora zu verschmelzen. Sie entwickelten mit der Zeit auch eine gestreifte Pigmentierung, welche als zusätzliche Tarnung fungiert, sobald die Janoa sich an ihre Beute anschleichen.
Normalerweise haben sie dunkelbraunes, braunes oder hellbraunes Haar und eindrucksvolle gelbe Augen. Die Kombination von gelben Augen und den tigerähnlichen Streifen verleiht den Janoa ein wildes, raubtierhaftes Aussehen. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Frage, ob jemand

„Janoa-Blut“ in sich hat, eine Redensart um auszudrücken, dass er gefährlich erscheint und mit Umsicht behandelt werden sollte.

Vorteile

  • Streifen – Die tigerähnliche Pigmentierung der Haut, sorgt in Dschungelbiomen für eine herausragende visuelle Tarnung.

  • Reichweite – Die langen Arme und der ebenfalls verlängerte Torso sorgen, durch die erhöhte Griffweite, auch für verbesserte Möglichkeiten der Bewältigung von akrobatischen Aufgaben, wie beispielsweise einem Parkour.

  • Giftresistenz – Die gefährliche Flora und Fauna des Dschungels hat dazu geführt, dass die Janoa eine hohe Toleranz gegenüber Giften entwickelten.

 

Nachteile

  • Streifen – Außerhalb des heimatlichen Dschungels heben die außergewöhnlichen Pigmentierungen einen Janoa aus der Masse hervor.

  • Feuchtgebietler - Infolge ihres Bioms sind die Janoa an eine hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt. In trockenen und ariden Umgebungen, wie beispielsweise Wüsten, ermüden sie schneller.


Attribute

Die Janoa sind einer der physisch herausragensten Stämme. Sie sind stärker, körperlich weiter  entwickelt und außerdem viel agiler als die meisten anderen Bewohner Elyrias. Dies führt dazu, dass sie die erbittertsten Kämpfer hervorbringen, die die Stämme je gesehen haben.

Mental sind die Janoa etwa im Mittelfeld anzusiedeln – Nicht die hellsten Sterne am Himmel, aber auch nicht dumm.

Während sich die Janoa physisch hervortun, gilt dies nicht für ihre gesellschaftlichen Umgangsformen. Außenseitern kommen sie rau und aggressiv vor und ihrer isolierten Lebensweise im Dschungel ist es geschuldet, dass sie nicht die besten Verhandlungsführer oder Diplomaten hervorbringen.


Geschichte

Lange bevor die Janoa und Dras ihre einzigartigen Züge entwickelten, waren die beiden Stämme eins. Im Laufe der Zeit begannen einzelne Teile der Stammesbevölkerung jene Streifen zu entwickeln für die sie heutzutage bekannt sind. Als sich der tropische Stamm im Regenwald weiterentwickelte, taten dies jedoch auch die Raubtiere des Dschungels, sodass die Streifen mit der Zeit zu einer überlebensnotwendigen Eigenschaft wurden. Diese waren jedoch keinesfalls eine allgegenwärtige Evolution und jene ohne dieses Merkmal wurden letzten Endes zu einer Belastung für den Rest der Gesellschaft. Schlussendlich verbannten jene Stammesmitglieder mit Streifen diejenigen die „nicht gezeichnet“ waren aus ihrem Gebiet. Ohne die lästigen „Streifenlosen“ und umgeben von dichtem Unterholz, giftigen Pflanzen und den Jägern des Waldes, lebten die Janoa den Großteil ihres Daseins in relativer Isolation vom Rest der Welt.

Aber nicht alles war einfach im Dschungel und auch die Janoa haben harten Zeiten ins Auge blicken müssen. Vor fast einem Jahrtausend erfuhr der heimatliche Regenwald eine massive Dürre. Das trockene Laubwerk fing Feuer und riesige Waldgebiete verbrannten vor den Augen der Janoa zu Asche. Das Dschungelvolk fürchtete, dass nichts von ihrer Heimat übrig bleiben würde und so suchten sie den Rat der weisen Schamanen auf, welche in die Geisterwelt blicken konnten. Die Schamanen erkannten als Ursache der Dürre einen mächtigen Geisterphönix, der zwischen der physischen und der Geisterwelt gefangen war. Die Janoa wiesen daraufhin die besten Jäger des Stammes an in die Geisterwelt einzutreten und den Phönix zu erlegen. Dies stoppte zwar die Dürre und auch der Regen kehrte wieder in die Heimat der Janoa zurück, doch die ausgesandten Jäger  wurden nie mehr gesehen. Es heißt, dass die tapferen Krieger nun auf einer ewigen Jagd die Geisterwelt durchwandern.


Auch heutzutage ist der Regenwald noch immer eine grausame Geliebte. Die gleichen Dinge, die Außenweltler davon abhalten einzutreten, sind auch für die Janoa eine tägliche Herausforderung. Jedes Verlassen der sicheren Siedlungen stellt Kraft, Agilität und Willen der Bewohner auf die Probe und jede Jahreszeit ist ein Glücksspiel. Die sich stetig weiter entwickelnden Raubtiere des Dschungels, die Heuschrecken und anderes Krabbelgetier, Erdrutsche und sogar Dürren führen dazu, dass der Urwald der suchenden Hand genauso oft Nahrung darbietet, wie er sie beißt.


Kultur

Die Janoa sind ein stolzes Volk und ihre Gesellschaft fußt auf der Idee der „Jagd".

In ihrer Kultur wird vieles in der Gestalt der „Jagd“ beschlossen und bewertet und der Wert eines Mitgliedes des Jagdrudels wird durch Fertigkeit und erworbene Trophäen festgelegt.

Trophäen, besonders von gefährlicher oder respektierter Beute, haben großen Wert.


Auch sind sie eine auf das Äußerliche gerichtete Kultur, die sich mehr damit beschäftigt, was gezeigt oder ausgedrückt wird, als mit dem was verborgen oder angedeutet ist. Die materiellen Verzierungen, mit denen sie sich schmücken - Pelze, Schädel, Krallen, Federn und Zähne ihrer Beute - dienen dazu, ihre Stellung in der Janoan Gesellschaft zu differenzieren. Sie beurteilen andere auf die gleiche oberflächliche Weise - sogar Außenseiter - was oft zu Streit führt. Wenn ein Streit unter den Janoa ausbricht wird dieser durch physische Mittel gelöst. Hierbei wird von Freunden und Familie erwartet, dass diese sich heraushalten, denn der Stolz eines Janoa ist etwas, dass dieser nur selbst verteidigen kann.

Religion

Die Janoa sind Faedin, eine animistische Religion, die ihren Glauben tief in der Kraft der Natur verwurzelt hat. Die Faedin glauben, dass die physischen und geistigen Ebenen untrennbar miteinander verbunden sind und dass alle Lebewesen - nicht nur die Mann - von einem Geist erfüllt sind. Dieser Glaube wird in vielen, wenn nicht allen, Facetten einer Fae-Kultur, von ihren zeremoniellen Praktiken bis hin zur Präsenz von Tier- und Pflanzen-Symbolik in ihren Kunstwerken ausgedrückt.


Wie andere Religionen teilen sich alle Faedin die gleichen Grundsätze, aber es gibt individuelle Unterschiede zwischen den verschiedenen Stämmen der Mann. Beispielsweise glauben die Kypiq, dass alle Lebewesen von einem Geist erfüllt sind und geschützt werden sollten, während die Janoa der Meinung sind, dass die Geister jedes Lebewesens die ultimative Quelle von Macht und Erleuchtung darstellen.

Anders als die Brudvir, die aus Notwendigkeit heraus jagen und das Töten eines Wesens als eine Chance für den Geist ansehen, wiedergeboren zu werden, glauben die Janoa, dass das Töten und Verzehren einer anderen Kreatur diese zu einem Teil von ihnen selbst macht und das der Jäger einen Teil ihres Geistes und ihrer Fähigkeiten erben wird. Aus diesem Grunde ist die Jagd so wichtig für die Janoa, denn nur durch das Besiegen der wildesten und gerissensten Kreaturen können die Janoa ihre äußere Kraft demonstrieren und ihre innere Kraft steigern.

Sprache

Der lange Aufenthalt im tropischen Regenwald führte dazu, dass die Janoa eine eigene Sprache entwickelten, die wir vorübergehend als "Tropical" bezeichnen. Aufgrund der im Regenwald vorhandenen Ressourcen - viel Nahrung, Wasser und Schutz - haben die Janoa ein recht geringes Bedürfnis, mit Außenseitern zu kommunizieren. Kombiniert mit ihrem aufbrausendem Temperament und dem Überlegenheitsgefühl gegenüber den anderen Stämmen, hat dies das Bedürfnis oder den Wunsch negiert, etwas anderes als „Tropical“ zu lernen. Wenn die Notwendigkeit, mit Außenseitern zu sprechen, besteht, beauftragen sie die To'resk, oder seltener die Dras, als Mittelsleute.

Unterhaltung

Es überrascht sicher nicht, dass sich die meisten der Arten von Unterhaltung in der Janoa-Gesellschaft um den Wettbewerb drehen, aber hierbei muss es nicht ausschließlich um den Kampf Mann gegen Mann gehen. Unter den Janoa sind unterschwellig konkurrenzbetonende und auf individuellem Können basierende soziale Spiele wie Steine-schnippen, Messerwerfen, Armdrücken und ähnliches, gleichermaßen üblich. Mit ihrer stark ausgeprägten Tradition der mündlichen Überlieferung, weiden sie sich an den Geschichten ihrer Schamanen, welche von vergangenen Jagderfolgen berichten, oder versammeln sich um den Trophäenbaum der Siedlung und lauschen den Geschichten, die der Schamane zu jedem Totem dort erzählen kann.

 

Kunst

Da das äußere Erscheinungsbild für die Janoa so wichtig ist, verbringen sie einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit mit der Herstellung von beeindruckenden und kunstvoll verzierten Kleidungs- oder Schmuckstücken. Da sie Materialien aus ihrer Umgebung, wie Federn, Knochen und Felle, verwenden, ist die Bekleidung eines Janoa zumeist einzigartig.

Trophäenbäume, für welche die Janoa weithin bekannt sind, werden errichtet, indem das Gesicht eines erjagten Tieres oder einer Bestie auf ein Stück Holz geschnitzt und dieses dann an einem bestehenden Trophäenbaum angebracht wird. Zwar beherrschen die Janoa das Schnitzhandwerk nicht so gut wie die im hohen Norden lebenden Brudvir, da sie nie dieselbe Hingabe zu dieser Kunst entwickeln konnten, ihre isolierte Lage keinen Austausch von Techniken erlaubt und es ihnen an leicht zugänglichen Materialien fehlt, jedoch entwickelten sie ein Händchen für das Schnitzen dieser Totems. Diese Bäume, die mit den indianischen Totempfählen unserer Welt verwandt sind, enthalten jene Aufzeichnungen, die als erinnerungswürdig befunden werden. Während viele Janoa die notwendigen Fähigkeiten zur Erstellung eines Trophäenbaumes mitbringen, ist diese Aufgabe nur den Schamanen vorbehalten, da sie als einzige in der Lage sind, den spirituellen Wert einer Beute zu beurteilen. Jene, die die alten Traditionen mit Füßen treten, sollen auch schon eigene Totems hergestellt haben, aber solch ein Verhalten wird aufs Äußerste missbilligt. Ein traditionell erstellter Trophäenbaum, der sich ein Leben lang entwickelt hat, ist ein ganz besonderer Anblick und einer Sache, die mit großer Ehrfurcht betrachtet wird.

 

Musik

Dass rituelle Naturell der Janoa bestätigt sich auch in ihrer Musik. Bei Versammlungen vor oder nach einer Jagd, sowie bei Vorbereitungen auf eine lange Reise, werden sie oft Lieder über die Geister, welche sie anbeten und von denen sie sich Stärke erhoffen, singen. Meistens richten sich diese Lieder an die Geister der mächtigsten bekannten Kreaturen - einige nichts als Mythen, andere hingegen durchaus von realer Natur. Lieder über jene Janoa, die den Geist eines besonders mächtigen Tieres aufgenommen haben, werden von Siedlung zur Siedlung weitergetragen und dienen als Inspiration für die jungen Jäger der Gesellschaft.

Geschichten der Jagd – egal ob noch frisch in der Erinnerung präsent, oder über viele Generationen überliefert – werden häufig in Form eines von Instrumenten begleiteten Liedes widergegeben, um so verschiedene Geister oder Tiere darstellen zu können. Instrumente wie Flöten und Pfeifen stellen hierbei Raubvögel dar und sind aus Holz oder Knochen geformt, während Trommeln aus Tierfellen oder Holz benutzt werden, um das Gebrüll verschiedener Raubtiere zu imitieren. Typischerweise werden die Instrumente von den gemeinen Bürgern und Nicht-Jägern als Zeichen des Respekts gegenüber den höhergestellten Mitgliedern der Gemeinschaft gefertigt.

Ressourcen & Umwelt

Der tropische Regenwald ist zwar reich an Gefahren, aber auch unglaublich dicht von beeindruckenden Tieren besiedelt. Für die Janoa macht das den Dschungel zum perfekten Zuhause. Dieses Biom enthält genug Ressourcen um den Fortbestand des Stammes zu sichern und da die Janoa sich in einer einzigartigen Art und Weise an ihren Lebensraum angepasst haben, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass sie diesen jemals verlassen werden.

 

Die Architektur ihrer Häuser spiegelt ebenfalls die Jagdmentalität ihrer Kultur wider. Die meisten Häuser verfügen über ein Trophäenzimmer, sowie Bereiche für Kräuter, Medikamente und Jagdausrüstung. Isolierung gegen den Regen ist nahezu allgegenwärtig, nur den Ärmsten fehlt es daran. Die Häuser stehen in der Regel auf kurzen Stelzen, um sie oberhalb der Wurzeln und Reben zu halten, die den Dschungelboden durchziehen und auch um zu verhindern, dass das Haus im Schlamm versinkt, wenn es regnet.

Folgende Materialien werden bei den Janoa verwendet:

Essen

  • Fleisch

  • Pflanzen

  • Früchte, Beeren

 

Behausungen

  • Holz

  • Tierhäute

  • Blätter

 

Kleidung

  • Tierhäute

  • Felle

  • Federn

 

Werkzeuge & Waffen

  • Knochen

  • Holz

    • Gift


Soziologie

 

Soziale Klassen

Die Gesellschaft der Janoa schätzt das Individuum und die Jagd. Die sozialen Klassen stellen sich wie folgt dar:

  • Geehrte (Hochadel)

  • Bewährte (Adel)

  • Vollblütige (Landadel)

  • Halbblütige (Bürger)

Um überhaupt ein Vollblut-Mitglied des Stammes zu sein, muss ein Janoa, sobald er das Erwachsenenalter erreicht hat, eine Jagd als Initiationsritual zu Ende bringen. Dies allein ist aber noch nicht ausreichend, denn es wird erwartet, dass der Jäger Trophäen mitbringt, um das Recht auf einen eigenen Trophäenbaumes zu erwerben. Der Baum ist fast immer ein herausragendes Merkmal in dem Besitz des jeweiligen Janoa. Je bedeutsamer die Trophäe, desto mehr zeichnet sich der Trophäenbaum aus und je stärker der Jäger, desto höher kann er in der Gesellschaft aufsteigen.

Die Bewährten patrouillieren häufig persönlich an den Grenzen ihres eigenen Territoriums, denn es wird als Bestandteil der natürlichen Ordnung angesehen, dass Eindringlinge von den mächtigsten Jägern der Gegend zur Strecke gebracht werden – und das sind nun einmal die Bewährten. Sie sind es auch, die nicht-feindseliger Eindringlinge auf ihr Bedrohungspotential hin beurteilen.

Der mächtigste und am meisten verehrte Jäger unter den Geehrten nimmt den Titel des Primus an und akzeptiert fortan keine Leibwächter mehr, während er sich innerhalb der Grenzen seiner Ländereien befindet, da dies Schwäche zeigen würde. Unterhalb des Primus befinden sich die „Klave“. Diese überwachen das militärische Können der Janoa und regieren ihre eigenen Ländereien, welche „Anktree“ genannt werden. Innerhalb jedes Anktree führen die „Talar“ die einzelnen Grafschaften oder „Gleem“, während einzelne Siedlungen als „Ringe“ bekannt sind und von einem Bewährten verwaltet werden.


Führung

Um ein Anführer der Janoa zu werden, muss man sowohl als Krieger bewiesen haben, als auch ein fähiger Jäger sein, der mit vielen begehrten Trophäen aufwarten kann. Einmal verdient, bleiben die Titel eines Geehrten oder Bewährten bis zum Tode des Individuums erhalten. Da die Janoa großen Respekt vor der Blutlinie eines Geehrten oder einer Bewährten haben, wird von den Kindern derselben erwartet, den Platz ihrer Eltern einzunehmen, sobald diese sterben.

Wenn ein Machtvakuum auftritt, ist das Prestige der Trophäen nicht ausreichend, um einen neuen Anführer zu bestimmen, da ein erfahrener Jäger, der den Zenit seines Lebens bereits überschritten hat, nicht als Herrscher respektiert würde. Ein Casus Belli wird an diejenigen der berechtigten Jäger ausgegeben, die sich am stärksten im Kampf bewährt haben.

Bildung

In erster Linie erhält ein jugendlicher Janoa seine Ausbildung und Anleitung von den Eltern. Da Kinder als Spiegelbild der Fähigkeiten ihrer Vorfahren gesehen werden, zumindest bis sie das frühe Erwachsenenalter erreichen, lastet auf ihnen ein hoher Erwartungsdruck. Eltern unternehmen große Anstrengungen um ihre Techniken und Kenntnisse durch praktische Lektionen weiterzugeben. Sie schicken ihre Sprösslinge auch auf inszenierte Trainingsjagden, oder melden sie an der örtlichen Jagdakademie an. In seltenen Fällen kommen Kinder zur Welt, die nicht die streifige Pigmentierung ihrer Eltern aufweisen. Diese Janoa werden von der Jagd ausgeschlossen und verdingen sich fortan zumeist als Sammler oder Alchemisten.

Als Teil ihres Lernprozesses finden viele Janoa im Laufe der Zeit einen Konkurrenten, mit dem sie ihre Fähigkeiten trainieren können. Die besondere Wertschätzung der Fähigkeiten des Einzelnen und der hierarchischen Rangordnung führen dazu, dass Schulen und andere öffentliche Einrichtungen ihre Schützlinge in fast allen Themenbereichen gegeneinander antreten lassen – egal ob nun Kräuterkunde oder Mathematik. Es gibt einige etwas weniger wettbewerbsorientierte Organisationen, die auf einer eher ökonomischen Ebene operieren. In erster Linie handelt es sich hierbei um Alchimisten und Kaufleute, die ihr täglich Brot auf Basis von überzähliger Jagdbeute verdienen, welche nicht für die Erstellung von Trophäen oder als Verzierung verwendet wurde.

Militär

Die Janoa bleiben meist für sich, zum Teil wegen des dichten Dschungels, den sie Zuhause nennen, zum Teil aufgrund ihrer Feindseligkeit gegenüber Außenseitern. In früheren Zeiten haben sich die Janoa an verschiedenen Eroberungen versucht, aber ihre Suche nach würdiger Beute  richtete sich mit der Zeit eher nach innen, da sie herausfanden, dass es innerhalb der Grenzen des Urwaldes mehr zu erjagen gibt als außerhalb. Das viele frische Wasser, Essen, Obdach und interessante potentielle Jagdbeute erfüllen die Grundbedürfnisse der Janoa mehr als genug.

Davon abgesehen ist es nicht unüblich für einen Janoa den Dschungel zu verlassen um seine Fähigkeiten zu trainieren, wenn nicht gerade eine Bedrohung durch Raubtiere innerhalb des bekannten Urwaldes vorherrscht. Es ist ausnehmend üblich, Janoa-Söldner und Auftragsmörder in den meisten tropischen und subtropischen Gebieten in Elyria anheuern zu können. Zumeist handelt es sich hierbei um Halbblüter, die sich das Recht auf einen eigenen Tophäenbaum verdienen wollen. Schließlich sind Janoa sind nicht sehr wählerisch wenn es darum geht, was sie jagen und bekämpfen, solange die Beute es wert ist.

Wenn es zu einer Bedrohung gegen das Janoa-Territorium kommt, verlässt sich ihr Militär, ähnlich dem der Kypiq, sehr stark auf Guerillataktiken. Die feste Überzeugung, dass eine gute Verteidigung stets auf Angriff beruht, führt dazu, dass eine Invasionsarmee sich von einer stetig steigenden Anzahl von Jägern bedrängt sieht, je weiter sie in den Dschungel eindringt.
Dieser Umstand beruht weniger auf einer ausgefallenen militärischen Strategie, als vielmehr auf Mundpropaganda und Jägern, die keine gute Trophäe verpassen wollen. Es bilden sich kleine Trupps, die ihr Vorgehen mit den  allgemeinen Offensivbemühungen durch ein Signal-System koordinieren. Die Verwendung von deutlichen Markierungen und Zeichen, die an Schlüsselpositionen in der Umgebung erkennbar sind, geben den verschiedenen Trupps und einzelnen Jägern einen Weg zu kommunizieren, ohne ihre jeweiligen Standorte zu enthüllen. Kriegstrommeln oder andere hörbare Signale werden manchmal als Ablenkung verwendet.


Auch Angst ist eine häufig genutzte Taktik, die die Janoa auf ihrer Suche nach Beute verwenden. Weiterhin werden in solchen Umgebungen, welche aufgrund ihrer Gegebenheiten für die normalen Jagdtechniken nicht geeignet sind, tödliche Fallen ausgelegt um das Vorankommen der Invasoren zu erschweren.

 

Häufige Berufe der Janoa Gesellschaft

  • Jäger

  • Fallensteller

  • Alchimist

  • Schamane

  • Kundschafter

  • Söldner

  • Auftragsmörder

  • Sammler

  • Zimmermann

Einstellung zu anderen Völkern

Freundlich

To'resk

 

Was einem Nachbarn der Janoa am nächsten kommt sind die To’resk, Da die beiden Stämme für eine sehr lange Zeit nebeneinander gelebt haben, kommen sie einigermaßen miteinander aus. Die To'resk handeln manchmal Dinge wie Mais und Talonreedmilch (ein starkes Stimulans in den Feuchtgebieten), während die Janoa robustes Tropenholz, Gold oder alchemistische Lösungen und Opiate handeln. Obwohl sie sich in kulturellen und gesellschaftlichen Befindlichkeiten genau entgegengesetzt voneinander befinden, neigen die To'resk nicht dazu, eine stehende Armee zu unterhalten, die verlassen sich stattdessen auf Janoa-Söldner, die einen Großteil ihres aktiven Militärs darstellen.

Hier geht es direkt zur Beschreibung der To'resk.

Unfreundlich

Dras

Die beiden Stämme haben eine komplizierte Vergangenheit und aus der Perspektive der Janoa gibt es genügend Gründe für die in der Vergangenheit getroffenen Handlungen, die zum Exodus der Dras führten. Zwar gibt es derzeit keine offenen Fehden, jedoch existiert weiterhin eine offene Abneigung zwischen Dras und Janoa. Die Dras halten einen gesunden Abstand zu ihren Vettern, sogar zu einzelnen Halbblütern auf ihrer ersten Jagd. Es ist den Dras beinahe unmöglich, mit der individualistischen Art der Janoa umzugehen, da sich ihre Gesellschaft auf die Bildung eines gemeinsamen Konsenses verlässt um Entscheidungen zu treffen.

Hier geht es direkt zur Beschreibung der Dras.

Kypiq 

Da die Janoa körperliche Kraft und Jagdtrophäen über alles andere schätzen, werden die Kypiq mit größter Verachtung betrachtet. Nicht nur wegen ihrer kleinen Körpergröße, sondern auch, weil sich die Kypiq bereitwillig entschieden haben, sich selbst den Ruhm der Jagd zu versagen. Während dies niemals ein Janoa zugeben würde, besteht eine Art widerwilliger Neid gegenüber den Fähigkeiten der Kypiq zur Tarnung. Die Kypiq ziehen es vor keine Janoa-Söldner anzuheuern - einer der wenigen Stämme, die dies nicht tun - aufgrund der gleichgültigen und verschwenderischen Art und Weise, in der die Janoa die Fae-Geister wie ein Sportgetränk behandeln.

Hier geht es direkt zur Beschreibung der Kypiq.

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