Der Stamm der Brudvir

 

Die Brudvir sind einer der körperlich eindrucksvollsten Stämme. Sie sind verwandt mit den Proto-Neran und sehen ähnlich aus wie ihre Vorfahren, sind aber größer und muskulöser. Zusammen mit dem Janoa sind sie mit einer Größe von 1,90m nach den Yoru der zweitgrößte Stamm. Durch ihre Größe und die enormen Muskeln erreichen sie ein durchschnittliches Gewicht von 112-125kg. Sie haben eine blassere Haut als die Neran und lange Haare und Bärte, die vorwiegend rötlich sind. Besonders auffällig sind ihre gelben oder haselnussbraunen Augen und die wolfsähnlichen Eckzähne. Alles in allem sind die Brudvir ein stolzer und einschüchternder Stamm.

Vorteile

Die physischen Anpassungen des Brudvirs verdanken sie den kalten und feindlichen Umgebungen, die sie zu ihrem Zuhause gemacht haben. Im Laufe der Zeit haben sie verschiedene Eigenschaften von den Kreaturen übernommen, unter denen sie leben.

1. leicht erhöhte Resistenz gegen Kälte und Krankheiten
2. die Fähigkeit die Richtung zu spüren
3. verbesserte Fähigkeit Fährten zu folgen

Nachteile

1. sehr geringe Toleranz gegenüber Alkohol oder anderen Giften
2. handwerklicher Perfektionist, Handwerksarbeiten der Brudvir dauern etwas länger in der Herstellung

Attribute

Körper

Ähnlich wie die Hrothi haben sie eine außergewöhnliche körperliche Kraft und Widerstandsfähigkeit, aber ihre Reflexe und Agilität leiden unter ihrer enormen Körpergröße.

Geist

Die Brudvir sind, ähnlich wie die wilden Tiere des Waldes mit denen sie gelebt haben, ständig wachsam. Außerdem haben sie eine geistige Stärke entwickelt, mithilfe derer sie in der Lage sind, sich in bestimmten Situationen, in denen andere Stämme längst aufgeben würden, sich auf ihre Macht zu konzentrieren und durchzusetzen.

Sozial

Da sie im Wald meist isoliert von den anderen Stämmen leben, sind die Brudvir nicht gerade einer der charmantesten Stämme, aber ihre Sensibilität ist hoch und sie können schnell die Absichten anderer einschätzen. Sie leben wie in Rudeln mit bestimmten Hierarchien und haben immer einen Anführer, der ihrer Gruppe vorangeht.

Geschichte

Vor den Neran, Kypiq, Hrothi oder Brudvir gab es etwas, was Gelehrte den "Proto-Neran" nennen. Man geht davon aus, dass die heutigen Stämme alle Nachkommen aus dieser prähistorischen Rasse von Mann sind. Es ist nicht bekannt, wie ihre Entwicklung begann, aber irgendwann in der fernen Vergangenheit führte ein Unglück zum Aufbruch des Proto-Neran und zwang sie, aus ihrer Heimat zu fliehen.

Während dieser Reise, floh der frühe Stamm von Mann in mehrere Richtungen, um einem unbekannten Feind zu entkommen. Einige von den Proto-Neran gingen in höhere Lagen und reisten dort hinauf, wo die Luft so dünn war und die Bäume so hoch waren, dass niemand oder nichts ihnen folgen konnte. Andere gingen nach Süden, in den dichten Wald und suchten Unterschlupf in den Bäumen selbst. Und wieder andere gruben sich tief in die Berge, die an die gemäßigten Steppen grenzten und erschufen im Schutz des Steins ein Heim, dass alle Gefahren bannte. Diejenigen, die schließlich zum Brudvir werden sollten, gingen nach Norden, in den Alpenwald und tief in die eisigen Länder der Taiga.
Dort in den kalten Bergwäldern mussten sich die Brudvir auf ihre Stärken besinnen und konnten nur knapp überleben. Unter anderem schauten sie sich einige Überlebenstechniken bei den dort lebenden Tieren ab.

Kultur

Bei den Brudvir werden die Realitäten des Lebens niemals verborgen oder geschönt, sondern werden als Tatsache akzeptiert. Geburt, Tod, Krankheit oder Unwohlsein, all das wird von jungen Brudvir verstanden sobald sie alt genug sind. Anstatt diese Dinge zu fürchten, feiern sie sie und erinnern sich an diejenigen der Familie und an die Bedeutung der gemeinsamen Zeit. Infolgedessen haben die Brudvir eine besonders enge Familieneinheit und auch in ihrer Sprache ("Northerner") ein spezielles Wort dafür, was in Neran übersetzt "Rudel" bedeutet. Daher ist es auch keine Überraschung, dass die Kultur der Brudvir die der Wölfe genau widerspiegelt. Das Wort "Brudvir" heißt, wörtlich übersetzt, Bruder des Wolfes.

Abgesehen von ihrer engen Familienkultur, sind die Brudvir in Elyria sowohl als Jagdexperten und Fährtenleser, als auch als sehr gute Holzfäller und Schreiner bekannt. Dies ist eine direkte Folge ihrer Heimatregion, da die Nadelbäume den Boden zu sauer machen, um die meisten Arten von Speisepflanzen zu kultivieren. Stattdessen jagen die Brudvir, sammeln ihr Essen, fällen die Bäume und züchten Tiere als Nahrung und um Kleidung herzustellen.

Religion

Die Brudvir sind Faedin, eine Religion, die ihrem Glauben tief in der Kraft der Natur verwurzelt hat. Die Faedin glauben, dass die physischen und geistigen Ebenen untrennbar miteinander verbunden sind und dass alle Lebewesen - nicht nur die Mann - mit einem Geist gefüllt sind. Dieser Glaube wird in vielen, wenn auch nicht allen Facetten einer Fae-Kultur, von ihren zeremoniellen Praktiken bis hin zur Präsenz von Tier- und Pflanzen-Symbolik in ihren Kunstwerken demonstriert.

Wie andere Religionen teilen alle Faedin die gleichen Grundsätze. Allerdings gibt es individuelle Unterschiede zwischen den verschiedenen Stämmen. Während die Kypiq beispielsweise glauben, dass alle Lebewesen mit Geist gefüllt sind und geschützt werden sollten, glauben die Brudvir, dass neben ihnen selbst nur Tiere einen Geist haben, während Bäume, Insekten und andere Kleinstlebewesen nur als Teil der Nahrungskette für die fortgeschrittenen Arten dienen.

Aber die Brudvir heben ihre Verehrung für Tiere auf ein noch höheres Niveau. Sie glauben, dass alle Seelen ihre Reise als Tiere beginnen und dass nur durch wiederholte Auferstehung bzw. mehrere Leben eine Seele zur Form eines Menschen aufsteigen kann. Als Ergebnis haben sie eine enge Verbindung mit den meisten Tieren des Waldes entwickelt und gehören zu den besten Tierzähmern in Elyria. In ihrem Glauben sehen sie die Jagd/Tötung als eine Gelegenheit für die Tiere an, ihre Seele in einen Mensch zu verwandeln.

Schließlich glauben die Brudvir, dass eine Tierseele vorgibt, welche Form sie annehmen wird. Die Brudvir gehen davon aus, dass, wenn ein Wolf alle Lektionen des Lebens gelernt hat, er spezifisch als Brudvir wiedergeboren wird.

Sprache

Die Brudvir sind in der Lage Neran zu sprechen, doch wegen ihrer Ähnlichkeit zu den Hrothi, kombiniert mit ihrer leichten Abneigung gegen den Neran, haben sie über einen längeren Zeitraum einen Dialekt von Neran entwickelt, der als „Northerner“ bezeichnet wird. Diese Sprache wird mit dem Hrothi geteilt und auch wenn sich dabei niemand ganz sicher ist, wohl auch mit den Yoru.

 

 

 



Kunst

Die Brudvir sind berühmt für ihre Holzschnitzereien und mystischen Totems und werden praktisch für all ihre Werke von den anderen Stämmen gefeiert. Aus den mächtigen Nadelbäumen geschnitzt, ist ein wiederkehrendes Thema in ihrer Kunst, die Darstellung von Mensch und Tier. Ihre Verehrung geht sogar so weit, dass die Grenzen zwischen den beiden mehr und mehr verwischen.
Es gibt aber auch weniger positive Kunstwerke. Diese "Tairm" beziehen sich auf diejenigen, bei denen sie glauben, dass sie durch irgendein Geschehnis oder eine Strafe ihre Seelen verloren haben. Die Darstellung eines solchen Ereignisses findet sich in gewissen Werken in den großen Bibliotheken des Hrothi. Geschichten von Personen, die ein solches Schicksal erlitten haben werden oft den Kindern erzählt, in der Hoffnung gutes Verhalten zu fördern. Das Wort "Tairm" wird aber nicht leichtsinnig verwendet, da ein verlorener Geist ein Schicksal ist, das dem ewigen Tod entspricht.

Musik

Sie singen Lieder, die die Geister der Welt ehren und die Größe von denen, die davor waren. Egal ob es sich um die persönlichen Errungenschaften eines verehrten Führers oder einer geliebten Person handelt, mit ihren Liedern wollen sie diese Personen loben und hervorheben.

Ressourcen & Umwelt

Die Brudvir haben ihr Zuhause längst in den nördlichen Regionen der Taiga und den Alpenwäldern eingerichtet. Während das viele Holz gut für Hausbau, Handwerk und die Tierzüchtung ist, können die Nahrungsknappheit und die rauen Bedingungen unpraktisch für die Errichtung von größeren Siedlungen sein.

Stattdessen gründen die Brudvir typischerweise viele kleine Dörfer beieinander. Diese Gemeinschaften werde als Dens bezeichnet. Dies

bietet einen vernünftigen Zugang zu den Nachbarn, während es immernoch genügend Platz zwischen ihnen zum Jagen und Sammeln der Nahrung gibt. Die folgende Liste zeigt die typischen Ressourcen der Brudvir.

Essen

  • Fleisch (Primär)

  • Flechten, Pilze (Primär)

  • Milchprodukte, tierische Erzeugnisse (Primär)

 

Behausung

  • Holz (Primär)

  • Stein (Sekundär)

 

Kleidung

  • Pelze (primär)

  • Tierfelle, Leder (Primär)

  • Metall (Sekundär)

  • Flachs (sekundär)

 

Werkzeuge & Waffen

  • Holz (Primär)

  • Knochen (Primär)

  • Metall (Sekundär)

  • Stein (Primär)

 

Behälter

  • Erdboden (Permafrost, etc.)

  • Holz

  • Leder

 

Architektur

Wegen der Fülle an Holz, besteht die Brudvir-Architektur hauptsächlich aus Zedern und anderen hohen Nadelbäumen, die in ihrer Region beheimatet sind. Die meisten Brudvir wohnen in kleinen Blockhütten, die wohlhabenderen Alpha- und Beta-Mitglieder der Gesellschaft nehmen sich allerdings die Zeit, um größere Häuser mit feinen Schnitzereien zu bauen. Durch das Talent des Brudvirs für die Zimmerei, ist es nicht ungewöhnlich, schön geschnittene Gebäude mit eleganten Reliefs in den Brettern zu sehen. Neben den Reliefs schmücken häufig Schnitzereien von Tieren und Mann die Gebäude.

Soziologie

Fähigkeiten und Berufe

  • Tier-Trainer (hoch angesehen)

  • Jäger / Fährtenleser

  • Händler

  • Schreiner

  • Holzfäller

  • Lederer

  • Schamane (Medizin & Apotheker)

 

Soziale Klassen

Die sozialen Klassen in der Brudvir-Gesellschaft folgen einem etwas anderen System als dem auf der Erde. Die sozialen Klassen des Brudvir sind wie folgt:

  • Alpha (Adel)

  • Beta (Aristokratie)

  • Gamma (Landadel)

  • Omega (Bürger)

 

Alphas sind Mitglieder der Brudvir-Gemeinschaft, die für die Leitung des Stammes verantwortlich sind. Der Anführer der Brudvir heißt "Bruékonne" oder "Brudvir König". Die einzelnen Clanführer heißen "Bruérag" oder "Brudvir Kommandeur". Diejenigen, die die kleineren Regionen beaufsichtigen, heißen Bruégot oder "Brudvir Häuptling". Diese ähneln den Titeln von König, Herzog und Graf.

Unter den Alphas sind die Betas, die für die Verwaltung der einzelnen Höhlen oder Siedlungen verantwortlich sind. Als nächstes gibt es die Gammas, die für das Handwerk, den Bau, das Kochen und den Alltag in den Dens verantwortlich sind. Schließlich folgen die Omegas, verantwortlich für die Jagd und das Wohlergehen eines Dens.

Führung

Die Führung in der Brudvir-Gesellschaft besteht aus den Alphas und Betas, wobei diese Stellung ein Merkmal ist, von dem angenommen wird, dass eine Person damit geboren wird. Aus diesem Grund wird jedes Mal wenn ein Alpha oder Beta stirbt, der Platz von einem geeigneten Erben ihres Rudels besetzt. Für den Fall, dass kein direkter Erbe existiert, wird dem Untergebenen mit dem höchsten Führungs-Attribut der Casus Belli gewährt und somit eine Erlaubnis, um das Land und die Rolle des Vorgängers in Besitz zu nehmen.

Militär

Während die Brudvir keine Armee haben, gibt es aber viele Krieger unter ihnen. Diese sind in jedem der Dens verstreut und in Zeiten, in denen der Aufruf des Krieges beantwortet werden muss, finden sie sich zusammen und bilden die Kampfkräfte des Brudvir.

Einstellung zu anderen Völkern


Freundlich

Hrothi

 

Die Hrothi haben dem Brudvir als Handelspartner über viele Generationen gedient. Die Tatsache, dass sie eine gemeinsame Sprache haben, ist ein Beweis für ihre lange und geschäftige Beziehung. Das ist insofern besonders, weil die Fähigkeiten der Brudvir mit Holz mit den Fähigkeiten des Hrothi mit Stein vergleichbar sind. Diese Hingabe an ihre Kunst schafft einen gegenseitigen Respekt zwischen dem Hrothi und dem Brudvir.

Hier geht es direkt zur Beschreibung der Hrothi.

Neran

Die Neran und Brudvir haben eine lange gemeinsame Geschichte - nicht immer positiv. Während sie sich eine Sprache teilen, bewirken die religiösen und kulturellen Unterschiede, dass sie unruhige Verbündete sind. Der Brudvir sieht den Neran als respektlos und verschwenderisch an. Trotzdem ist die geschickte Holzbearbeitung des Brudvir von den Neran sehr gefragt und der Brudvir schätzt die hochwertigen Stoffe und Lebensmittel, die der Neran für einen langen, harten Winter bietet.

Hier geht es direkt zur Beschreibung der Neran.

Unfreundlich

Kypiq

 

Während beide Faedin sind, haben die Brudvir und Kypiq sehr unterschiedliche Überzeugungen bzgl. der Notwendigkeit, die Bäume von Elyria zu schützen. Wo die Kypiq gerne alle Wälder bewahrt sehen würden, fällt der Brudvir die Bäume ohne Rücksicht auf Verluste, da er das Holz als Ressource für seine Häuser und Künste verwendet, sowie das Holz mit anderen Stämmen für Nahrung und Metalle handelt. Während die Brudvir und Kypiq sich nicht besonders feindlich gegenüber sind, machen sich die Kypiq über die unnatürliche Verbindung von Brudvir zu den Wölfen, kombiniert mit der Neigung des Brudvir zum Knurren und Zeigen ihrer Eckzähne, einen Spaß aus dem Brudvir, indem sie sie Hunde nennen.

Hier geht es direkt zur Beschreibung der Kypiq.

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